Gemeinsam zum Erfolg: Zusammenarbeit von Arbeitsmarktmentor*innen Leipzig und KAUSA-Landesstelle

Mit Mut, Zielstrebigkeit und viel Unterstützung hat Sevcan, eine ausgebildete Physiotherapeutin aus der Türkei, den Neustart in Deutschland gewagt. Obwohl sie bereits einen Bachelorabschluss im Bereich Physiotherapie mitbrachte, blieb ihr der direkte Einstieg in den Beruf zunächst verwehrt. Der Weg zur Anerkennung ihrer Qualifikation erwies sich als anspruchsvoll – doch mit einem starken Netzwerk an ihrer Seite konnte sie diese Hürden Schritt für Schritt überwinden.
Unterstützt wurde Sevcan von einer engagierten Mentorin von ARBEIT UND LEBEN Sachsen, die sie durch den komplexen Prozess begleitete. Auch ein Unternehmen der KAUSA-Landesstelle Leipzig spielte eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit der offenen Physiotherapiepraxis Behzad sowie dem Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit Leipzig wurde im Mai 2025 der Grundstein für ihren Anerkennungsweg gelegt. Der Weg dorthin war jedoch kein leichter. Sevcan musste zahlreiche Herausforderungen meistern:


• den Erwerb der deutschen Sprache
• das Durchlaufen des Anerkennungsverfahrens
• die Suche nach einem passenden Bildungsträger und Arbeitgeber
• die Sicherung der Finanzierung
• die Klärung von Aufenthalts- und Beschäftigungserlaubnis
• sowie die Organisation einer Unterkunft

Jeder dieser Schritte erforderte Geduld, Durchhaltevermögen und gezielte Unterstützung. Es zeigt sich, dass es sich auszahlt, wenn Projekte – insbesondere durch das Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr – von der Politik langfristig gedacht und gut aufeinander abgestimmt sind. Sevcans Geschichte verdeutlicht eindrucksvoll, dass selbst hochqualifizierte Fachkräfte ohne entsprechende Rahmenbedingungen nur schwer Zugang zum Arbeitsmarkt finden. Sprachkompetenz, Ausdauer und engagierte Arbeitgeber sind entscheidend – doch vor allem braucht es ein funktionierendes Netzwerk, das alle Beteiligten zusammenbringt.
Wenn Institutionen, Unternehmen und Beratungsstellen Hand in Hand arbeiten, kann Integration gelingen – und aus einem schwierigen Start wird eine echte Erfolgsgeschichte.